Ein Mann sammelt mit einem Traktor die gemähten Futterpflanzen.
Warnung:

Die Ausbildung Landwirt/in EFZ wird geändert. Neu gibt es ab Lehrbeginn 2026 die folgenden Fachrichtungen:
– Ackerbau
– Alp- und Berglandwirtschaft
– Biologischer Pflanzenbau
– Rindviehhaltung
– Geflügelhaltung
– Schweinhaltung

In Kürze

Berufsfeld
Natur
Dauer
3 Jahre
Abschluss
Eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ)
Abgeschlossene Lehrverträge 2024
97
Schulniveauindex
35% von 41 Lernenden
Schnupperlehren (Kanton St. Gallen)
Mögliche Lehrbetriebe ansehen
Lehrstellen (in angrenzenden Kantonen)
43 Lehrbetriebe mit 43 offenen Stellen für 2026 ansehen

Tätigkeiten

Sie üben folgende Tätigkeiten aus:

Pflanzenanbau

  • Boden analysieren und festlegen, wie er genutzt wird, etwa durch Wechsel zwischen Ackerbau, Futteranbau und Weideflächen, damit die Fruchtbarkeit erhalten bleibt
  • Biodiversität erhalten und fördern, insbesondere durch ökologische Ausgleichsflächen wie Wiesen, Hecken oder Blumenflächen
  • verschiedene Kulturen wie Getreide, Kartoffeln oder Raps ansäen, anpflanzen und vor Krankheiten und Schädlingen schützen
  • verschiedene Produktionsmethoden anwenden: integrierte oder biologische Produktion oder mit ökologischen Auflagen
  • Düngeplan erstellen und Düngemittel umweltgerecht anwenden
  • Ernte einbringen; Produkte einlagern, vermarkten, an Grosshändler liefern oder Preis für den Direktverkauf festlegen

Tierhaltung

  • Nutztiere halten und aufziehen, zum Beispiel Milchkühe, Rinder, Geflügel oder Schweine
  • Grünflächen für die Futterproduktion bewirtschaften; Futterrationen für die Tiere berechnen und verteilen; Vorräte verwalten
  • Verhalten der Herde beobachten, für ihr Wohlbefinden sorgen und die Tierschutzvorschriften einhalten, etwa durch Weidegang, ausgewogene Fütterung und schonendes Melken
  • geeignete Tiere für die Paarung auswählen, um die Zucht zu verbessern
  • Gesundheit der Tiere überwachen und Tierseuchen mit Impfungen und anderen Massnahmen vorbeugen; Tiere schützen durch Zäune oder Hunde
  • Produkte wie Milch, Joghurt, Käse, Fleisch oder Eier für den Verkauf oder die Weiterverarbeitung lagern und verpacken; an Grosshändler liefern

Geräte und Gebäude nutzen und warten

  • landwirtschaftliche Fahrzeuge, Maschinen und Werkzeuge nutzen und dabei die Sicherheitsvorschriften beachten
  • Traktoren, Geräte und Anlagen wie Hühnerställe, Gewächshäuser oder Silos instandhalten
  • Gebäude instandhalten und renovieren; an Bau- oder Modernisierungsprojekten mitwirken

Betriebsführung

  • Produktionsplan erstellen und Buchhaltung führen
  • Daten zum Betrieb, wie zum Beispiel Viehbestand, erfassen und an die entsprechenden Ämter weiterleiten

Ausbildung

Dauer

3 Jahre

Bildung in beruflicher Praxis

In einem landwirtschaftlichen Betrieb.

Schulische Bildung

  • 1. + 2. Jahr: 1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule
  • 3. Jahr: Blockkurse an der Berufsfachschule

Inhalt

  • Pflegen des Kulturlands
  • Unterhalten und Nutzen der technischen Infrastruktur
  • Organisieren und Kommunizieren im Betriebsumfeld
  • Anbauen von Gemüsekulturen
  • Pflegen von Gemüsekulturen
  • Ernten und Vermarkten von Gemüse

Überbetriebliche Kurse

Berufliche Grundlagen erlernen, vertiefen und üben.

  • Fachrichtung Rindviehhaltung: 11 Tage während 3 Jahren
  • andere Fachrichtungen: 12 Tage während 3 Jahren

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen können die Lernenden zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

Abschluss

Landwirt/in EFZ

Fachrichtungen

  • Ackerbau
  • Alp- und Berglandwirtschaft
  • Biologischer Pflanzenbau
  • Rindviehhaltung
  • Geflügelhaltung
  • Schweinehaltung

Hinweis

Die ersten beiden Ausbildungsjahre sind für alle 6 Fachrichtungen gleich, das dritte Ausbildungsjahr ist auf die Fachrichtung spezialisiert. Es ist möglich, sich in einer zweiten Fachrichtung in einem zusätzlichen vierten Ausbildungsjahr zu spezialisieren.

Voraussetzungen

Vorbildung

obligatorische Schule abgeschlossen

  • einige Betriebe führen eine Aufnahmeprüfung durch

Anforderungen

  • selbstständige Arbeitsweise
  • körperliche Belastbarkeit
  • handwerkliches Geschick
  • Beobachtungsgabe
  • Fähigkeit, unangenehme Gerüche zu ertragen
  • Bereitschaft zu unregelmässigen Arbeitszeiten
  • Einfallsreichtum und sich zu helfen wissen
  • Eigeninitiative

Weiterbildung

Kurse

Angebote landwirtschaftlicher Bildungs- und Beratungszentren wie des Kompetenzzentrums Strickhof (ZH) oder des Instituts für Umwelt und Natürliche Ressourcen (ZHAW).

Zusatzausbildung

Landwirtinnen und Landwirte EFZ können in der Regel eine verkürzte Lehre in einem anderen landwirtschaftlichen Beruf machen.

Berufsprüfung (BP)

Mit eidgenössischem Fähigkeitsausweis, zum Beispiel:

  • Betriebsleiter/in Landwirtschaft
  • Betriebsleiter/in Gemüsebau
  • Betriebsleiter/in Obstbau
  • Betriebsleiter/in Geflügelwirtschaft 
  • Fachmann/-frau in biologisch-dynamischer Landwirtschaft

Höhere Fachprüfung (HFP)

Mit eidg. Diplom, zum Beispiel:

  • Meisterlandwirt/in
  • Geflügelwirtschaftsmeister/in
  • Gemüsegärtnermeister/in
  • Obstbaumeister/in

Höhere Fachschule (HF)

Bildungsgänge in verwandten Fachbereichen, zum Beispiel dipl. Agro-Techniker/in HF oder dipl. Agro-Kaufmann/-frau HF.

Fachhochschule

Studiengänge in verwandten Bereichen, zum Beispiel Bachelor of Science in Agronomie, in Umweltingenieurwesen oder in Lebensmitteltechnologie. Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen.

Berufsverhältnisse

Landwirtinnen und Landwirte bewirtschaften ihren eigenen Betrieb oder haben ihn gepachtet. Der Pflanzenbau ist wetterabhängig, ein grosser Teil der Arbeit wird von Maschinen unterstützt. Die Tiere müssen jeden Tag betreut werden und die Arbeitszeiten sind lang. In den Bergen sind die Arbeitsbedingungen schwieriger wegen steilem Gelände und rauem Klima. Die Berufsleute arbeiten unter anderem mit Tierärztinnen, Grosshändlern und Lieferantinnen zusammen.

Landwirtinnen und Landwirte arbeiten meist selbstständig in einem Familienbetrieb, der sich auf einen oder mehrere Produktionszweige spezialisiert hat. Es gibt wenige Anstellungen, diese sind vor allem in grossen Betrieben. Der Rückgang der Produktpreise führt dazu, dass es immer weniger Betriebe gibt. Einige Berufsleute ergänzen ihr Einkommen durch Nebenerwerbstätigkeiten wie den Direktverkauf von Hofprodukten, Agrotourismus oder einer bezahlten Tätigkeit ausserhalb des landwirtschaftlichen Bereichs. Es gibt auch Stellen in Unternehmen mit Bezug zur Landwirtschaft wie Saatgutlieferanten, Hersteller von Pflanzenschutzmitteln oder landwirtschaftliche Genossenschaften. Nicht selten entscheiden sich Junglandwirte und -landwirtinnen für eine zweite Ausbildung, zum Beispiel im Bereich Mechanik, Bauwesen oder Forstwirtschaft, um ihre Einkommensquellen zu erweitern.

Weitere Informationen

Adressen

OdA AgriAliForm
Verband aus dem Berufsfeld Land- und Pferdewirtschaft
Laurstrasse 10
5201 Brugg AG
Tel.: +41 56 462 54 40
URL: agri-job.ch
E-Mail: info@agri-job.ch

Ein Mann sammelt mit einem Traktor die gemähten Futterpflanzen.
Berufsfeld
Natur
Dauer
3 Jahre
Abschluss
Eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ)
Abgeschlossene Lehrverträge 2024
97
Schulniveauindex
35% von 41 Lernenden
Schnupperlehren (Kanton St. Gallen)
Mögliche Lehrbetriebe ansehen
Lehrstellen (in angrenzenden Kantonen)
43 Lehrbetriebe mit 43 offenen Stellen für 2026 ansehen
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